Drehtag 1

9 months ago

28.08.2016 

Jugendfilmprojekt The Neverland's erster richtiger Drehtag. Nicht im Zeitplan aber gut!

   Der Drehtag begann offiziell um 18:30. Obwohl es jetzt erst eine Woche her ist, dass ich den Artikel schreibe, fällt es mir schwer, mich an alle Einzelheiten zu erinnern. Ich werde euch aber trotzdem ein recht detailiertes Bild geben können - hoffe ich! Für die nächsten Drehtage hoffe ich auch auf bessere Making Of Aufnahmen, will aber noch Nichts versprechen. Eine unserer SD Speicherkarten, auf denen die BRoll (Making Of) Aufnahmen abgedreht wurden, ging kaputt und Johannes, unser IT Künstler musste sie mit viel Mühe wieder "zurecht programmieren", damit wir an die Daten kamen. Heute erst hat er sein kleines Kunststück fertig gebracht!

Die Hinfahrt begann damit, dass wir mit Tills Auto (gesegnet sei es, dass er 18 ist und bereits eines fahren kann) über die Wiese hinuntern an den Waldrand fuhren. Alex (Settechnik), Leon (Associate Producer), Till (Kamera und Ton) und Jonas Klocke (Produzent und Schauspieler) trafen sich oben an der Straße und geleiteten das Auto den holbrigen Abstieg. An der Stelle noch einmal vielen Dank an Herrn Hamm, der uns so großzügig die Location zur Verfügung stellte!

Unten angekommen, gingen wir die kleine Einfahrt in den Wald hinein und sahen uns um. Obwohl wir zwei Vortreffen, einmal mit den Organisatoren und einmal mit den Technikern, an dieser Location hatten, mussten wir noch einmal sichergehen, wo wir unsere Basis (Backstage) aufbauen sollten, wo sich unser erstes Motiv befand, da Robin (Director of Photographie - kurz DP) nicht anwesend war und wir andere Shots als geplant angehen mussten. Aber schließlich entschieden wir uns und trugen mit vereinten Kräften alle Gerätschaften nach unten! Leider stellte sich heraus, dass all die Technik, die wir mitbrachten, auch eine negative Seite hatte: Sie war verdammt schwer! Zwei Generatoren (4,5 und 2,3 kw) mussten nach unten getragen werden, genauso wie das große und schwere Halogencase. Außerdem: Lichtequipmentkoffer, Kamera und Drohnenkoffer, Planen, Stühle, Tische, Kostümgegenstände, Ventilatoren die wir als Windmaschienen missbrauchten, Stative, Bauleuchter, Softboxen, Bildschirme und noch Einiges mehr!

Die Backstage wurde aufgebaut, eine große Plane gespannt, zwei Generatoren aufgestellt, einer am Catering, wo wir auch unsere Handys laden konnten und der Leistungsstärkere in der Nähe des Sets. Während Alex sich darum kümmerte, die Generatoren in sichere Lagen zu bringen, zu befüllen und anzuschalten, beschäftigen sich die anderen damit, LEDs, den Halogenfluter und die Drohne in Gang zu bringen. Zum Glück erreichte uns bald Hilfe durch Johannes (Licht), Louis (Kostümassistent am Set) und Lena (Kostüm). Bald hatten wir den von Fynn (Regie) gewählten Abschnitt mit Leuchtern bestückt und die Drohne zum Laufen gebracht!

Der gesamte Inhalt der Shots, die für diesen Tag geplant gewesen waren, bestand darin, dass Hauptfigur Ben (Jonas Klocke) vor einer der Seelen wegrannte. Aus verschiedenen Perspektiven gefilmt wurde von Till, der als Kameramann an dem Tag für Robin einsprang. Leider waren wir aber noch kein eingearbeitetes Team und wir verloren mehr Zeit als gewöhnlich zu kommunikativen Zwecken, was aber auch viel mit dem Aufbau zu tun hatte! Außerdem war die Szene von der Lichtsetzung her extrem schwer zu inszinieren, da eine rennende Person in den richtigen Rahmen zu setzen und das im Wald nicht besonders leicht ist!

Vorbereitung der Drohne für einen High Angle Shot

Fynn Hofmann (rechts) und Till Rademacher (links)

Nach einem raschen Objektivwechsel, umstellen von Leuchtern, aufstellen unser provisorischer Windmaschienen und unserer Nebelmaschine, konnten wir mit dem ersten Shot beginnen! Es war deutlich schwieriger als wir gedacht hatten. Wir unternahmen mehr als einen Versuch, mit dem 50 mm Objektiv und Steadycam vor Ben herzulaufen. Das stellte sich als schwierig heraus, da die Steadycam rückwärt zu führen schwer ist, man in der Lichtsetzung schnell schatten werfen konnte, der Schauspieler schneller war als der Kameramann (und zwar deutlich) und weil man Gefahr lief, sich schnell aus dem Schärfebereich des Objektivs zu bewegen, wenn man zu langsam oder zu schnell war! Wir gingen dazu über, das Tempo des Kameramanns zu wählen. Jonas (Schauspieler von Ben) musste fast auf der Stelle rennen! Ob das Ergebnis glaubwürdig aussieht, muss die Postproduktion zeigen!

Hinfahrt über Herrn Hamms Länderein

Lagerung von Technik unter Planen

Später wurde noch ein Shot insziniert, bei dem Ben den weg hinauf laufen musste, wie gewöhnt und dabei von einer Kamera aus einer Versteckperspektive aus POV beobachtet wurde. Versteckperspektive haben bei richtiger Inszinierung den Effekt, das es wirkt, als würde jemand beobachten. Sie wird erzeugt, in dem sich Stöcke, Blätter o.ä. im Sichtfeld befinden! POV (Point of View) ist eine gängige Bezeichung dafür, das die Kamera sich mit dem Akteuer auf Augenhöhe befindet!

Während dieses Shots kam uns die Nebelmaschiene sehr gelegen, die die Stimmung deutlich verschärfte. Wir gingen dazu über, einen weiteren Schwenk vom Stativ aus zu verwenden. Aus anfänglichen Diskussionen heraus setzte sich die Idee durch und wir probierten es aus. Ein voller 180° Schwenk wurde schwer, da der Stativkopf sich extrem gemäßigt drehte - er ist 600 € Wert, sagt Till - aber schnell genug schwenken, kann er nicht! Ist nicht schlimm - wirklich! Schließlich entstand eine absolut gleichmäßige Bewegung!


Mit 3 verwendbaren Shots (das ist wirklich wenig) gingen wir aus dieser Drehnacht heraus! Wir sind gespannt auf die Auswertungen er Post! Hoffentlich hat sich der Aufwand gelohnt aber auch bei den nächsten Drehtagen sollte sich herausstellen, dass wir zügiger voran kamen! Wir haben deutliche Fortschritte zu allen anderen Testdrehs gemacht und wollen nochmal unseren Dank an unsere Caterer POLONESS und unseren Technikverleihern bm und Filmemacher NRW. Danke Andreas Rüther und Till Rademacher!

Vielen Dank für die Unterstützung an diesem Tag

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